ONE-NIGHT STAN’S

4,99 13,95 

Greg Sisco

Thriller

»Derbe, obszön, vulgär, blutig, skurril, eklig – mir würden bestimmt noch weitere blumige Adjektive für die Beschreibung von „One Night Stan’s“ einfallen. … jeder Tarantino-Fan muss es einfach bejubeln. Have fun!« [literaturschock.de]

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Beschreibung


Willkommen in Scud City, der wildesten Stadt Amerikas.

Der Stadt, in der ein Koffer voller Geld mit Sicherheit verloren geht. Der Stadt, in welcher sich College Studenten, Punkrocker, ein schräger FBI-Agent, ein Serienmörder, ein russischer Drogensüchtiger und ein Nachtclub-Besitzer, der sich für Frank Sinatra hält, alle gemeinsam in einem verdrehten Netz aus Sex, Mord und Drogen wiederfinden.

Und herzlich willkommen im One-Night Stan’s, dem heißesten Strip-Club in Scud City; wo die Böden aus Linoleum sind, die Luft aus Zigarettenrauch, und die Nacht nicht vorbei ist, bevor nicht jemand als Leiche das Lokal verlässt.

Als ein paar College-Studenten über eine orangefarbene Tasche stolpern, randvoll gefüllt mit Hundert-Dollar-Scheinen, werden sie zum Ziel eines zugedröhnten Nachtclub-Besitzers, einer nymphomanen Stripperin, deren Fetisch es ist, Menschen zu quälen, und eines russischen Türstehers, dem nachgesagt wird, einen Mann in »zwei Hälften reißen« zu können. Während dieser wilden Nacht, die nach und nach völlig aus den Fugen gerät, begegnen sie noch einem obszön-dümmlichen FBI-Agenten, der einen Serienmörder verfolgt, welcher auf seiner „Tour“ Stripperinnen aufschlitzt; einen Serienmörder, der möglicherweise nun den falschen Club gewählt hat.

In dieser einzigen Nacht, in der jedermann die Kontrolle verliert, wird das One-Night Stan’s zu einem Ort von Anarchie, wilder Gewalt, anonymem Sex und all den anderen verrückten Dingen, über die »Normalos« und »Spießer« nicht lachen können.


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Zusätzliche Information

Ersterscheinung

2015

Format

Klappenbroschur / Ebook (epub, mobi)

Seiten

296

ISBN

978-3-95835-018-2

eISBN

978-3-95835-019-9

Leseprobe


Für Tragic Jack begann der Tag mit Sonnenschein und Titten. Blauem Himmel und Muschis. Eiscreme und Blowjobs. Ein guter Tag. Ein verfickt guter, gottverdammt verteufelt Herrgott noch mal geiler Tag. Die Art von Tag, an dem du als Letztes damit rechnest, von einem Zweiundfünfzig-Kilo-Mädchen ermordet zu werden, das einen Heiligenschein aus Plastik trägt und zum Klang deines blubbernden, gurgelnden Todesröcheln masturbiert.
  Aber sind wir ehrlich. Wenn Tragic Jacks Leben nur aus Zuckerwatte und Arschbacken bestünde, würde man ihn Magic Jack nennen.
Heute Nacht hätte er nur einen einfachen Kurierdienst machen sollen. Er hätte zehntausend Dollar auf der Bank haben sollen, Drinks aus der Minibar und gratis HBO. Einfach verdientes Geld. Eine ruhige Nacht, und noch vor Sonnenaufgang: Bon Voyage, Scud City. Aber wie es Tragic Jacks Art war, musste er losziehen, um den Teufel mit dem Heiligenschein zu treffen. Bei Sonnenuntergang saß Jack mit Limber Ginger im Whirlpool und war im Begriff den tragischen Jackpot zu knacken.
Es war »Afterlife Night« im One-Night Stan\’s. Ein beeindruckender Anblick für gottlose Augen: blutjunge Mädchen, die nichts anderes trugen als Heiligenscheine und Glitzer, spitze Schwänzchen und Hörner. Black Sabbath dröhnte aus allen Richtungen. Dios Stimme erzählte der Menge was von Himmel und Hölle und beteuerte den Idioten, dass sie »für den Tänzer bluten« mussten.
Und Ginger.
Die kleine Ginger, das eigenartige Ding mit dem Heiligenschein und dem hübschen weißen Tanga. Sie war nur ein kleines bisschen zu glücklich darüber, ihren fantastischen Busen in Tragic Jacks Gesicht zu drücken; ein bisschen zu begeistert davon, ihren Hintern über Tragic Jacks Schoß zu reiben und seinen kleinen Schwanz durch seine schmutzigen Jeans hindurch zu streicheln. Und als Ginger ihre großen, warmen Lippen an Tragic Jacks Ohr hielt und sagte: »Ich hab gleich Pause. Willst du mein Pausenbrot sein?«, war Tragic Jack nur noch ein großer Plastikdildo in den Händen dieses unanständigen Engels.
Tragic Jack war ein tragisch aussehender Mann und es passierte nicht jeden Tag, dass sich ihm eine jugendliche Verführerin an den Hals warf – besonders nicht eine mit einem Körper, der des Centerfolds im Playboy würdig war (oder doch mindestens im Juggs). Realistisch betrachtet: Wie viele Chancen auf eine Stunde mit einer perfekten Zehn hat ein hundertfünfzig-Kilo-Kerl mit einem sehr haarigen Rücken und einem Minischwanz? Offen gesagt, jedes Mädchen über einer viereinhalb musste schon ein paar Schrauben locker haben, um einen Abend mit Tragic Jack verbringen zu wollen. Eine Bombe wie Ginger war wahrscheinlich klinisch verrückt, wenn sie ihm auch nur zuzwinkerte, aber er war bereit, das in Kauf zu nehmen.
»Fass meinen Schwanz an«, sagte Jack, als sie alleine im Whirlpool seines Motels waren, was dann auch so ziemlich den Gipfel des Süßholzgeraspels darstellte, zu dem der arme Blödmann fähig war.
»Geduld, Baby«, sagte Ginger, während sie seinen Nacken küsste. »Ich werde Dinge mit dir anstellen, die du dir nicht mal vorstellen kannst.«
Das Mädchen war ein tasmanischer Teufel sexueller Spannung. Ihre Hände und Lippen waren überall gleichzeitig auf seinem Körper, außer an der Stelle, wo er sie am meisten spüren wollte. Jedes Mal, wenn er versuchte, ihre Hand in seinen Schoß zu pressen oder sie wie eine Bowlingkugel im Schritt zu packen, zog sie sich zurück und sagte ihm, er solle langsam machen und ihr die Kontrolle überlassen.
Sie sagte ihm, er solle Geduld haben.
Sie sagte ihm, es würde eine verrückte Nacht werden.
Dass sie ein böses Mädchen war.
Dass das hier unanständig werden würde.
Es war alles Pflaumen- und Arschsaft, bis die Stimme von Phil Collins aus dem Radio dröhnte und Tragic Jack direkt ins metaphorische Hinterteil fickte. Als Mister Collins\‘ Stimme »die Luft heute Nacht« füllte, sprang Ginger auf und sang mit: »Oh Lord!«
»Mein Scheiß Lieblingslied!«, sagte sie.
Tragic Jack lächelte. Wenn sie glücklich war, so nahm er an, dass er umso glücklicher sein sollte. Ginger setzte sich rittlings auf seinen nackten Körper und wiegte ihre Hüften hin und her, die Hände über ihren Kopf gehoben und ihre Brüste in sein Gesicht gepresst. Jack packte sie und drückte sie auf eine der Sitzbänke. Vielleicht war es das, was sie wollte. Vielleicht waren die letzten dreißig Minuten Vorspiel ihre Art gewesen, ihn zum Äußersten zu treiben, ihn dazu zu bringen, sie hinzuwerfen und sie mit Gewalt zu nehmen. Wenn das ihr Wunsch war, dann war er bereit, diesem nachzukommen.
Aber nein.
»Warte«, sagte sie. »Warte kurz. Nur einen Moment.«
Er ließ sie widerwillig los und sie gab ihm einen schnellen, harten Kuss auf die Lippen – ungefähr so, wie ein Raubvogel ein Auge aus einem Kadaver pickt – bevor sie sich hochdrückte und aufstand.
»Wir brauchen lautere Musik«, sagte sie, kletterte über Jack hinweg aus der Wanne und gab ihm dabei absichtlich einen netten Einblick in die fleischige Spalte, in die er den ganzen Abend hineinzukommen versucht hatte.
Sie drehte die bereits laute Musik so weit auf, dass Jack fürchtete, andere Gäste oder Angestellte des Motels könnten herausfinden, was sie vorhatten, bevor er irgendwas bei dem Mädchen erreichen konnte. Aber er konnte sie nicht aufhalten. Nicht als er sah, was die Musik mit ihr anstellte. Sie wiegte sich im Rhythmus, schwang ihre Hüften von einer Seite zur anderen und ließ ihre Hände an ihrem nackten, nassen Körper auf und ab gleiten.
Jack versuchte sich daran, etwas Schmutziges zu sagen.
»Oh ja, ich werd\’s dieser Muschi so richtig besorgen.«
Ginger grinste. Sie ließ eine Hand zwischen ihre Schenkel gleiten und schob einen Finger in sich hinein, so wie es ihr Vater womöglich getan hatte, als sie noch klein war. Sie schloss ihre Augen, hob ihr Kinn und stöhnte leise.
  Phil Collins sang: I can feel it blah blah in the blah tonight.
  Tragic Jack konnte nicht mehr allzu viel davon ertragen. Er war kurz davor, es heute Nacht im Wasser kommen zu fühlen. Er wollte sie jetzt. Ihren Mund, ihre Hand. Irgendwas. Er war geduldig gewesen. Er hatte sein ganzes Leben lang auf diesen Moment gewartet.
Ginger tanzte auf ihn zu und dann zurück zum Gettoblaster. Vorwärts. Zurück. Vorwärts. Zurück. Sie lehnte sich gegen den Tisch, auf dem die Anlage stand, und streckte ihm neckend den Hintern entgegen.
Und dann, bevor Mister Phil Collins die Worte überhaupt sagen konnte, ließ Ginger Tragic Jack wissen, dass sie ihn nicht retten würde, wenn er unterginge.
Gleich der Show eines Magiers, der ein Beil aus seinem Hut zieht, packte Ginger den Gettoblaster und schleuderte ihn in den Whirlpool.
Es gab einen Lichtblitz und einen lauten Schlag. Die Luft schoss aus Tragic Jacks Lunge. Sein Körper verkrampfte sich und seine Sicht zog sich auf Stecknadelkopfgröße zusammen.
Ginger rannte auf ihn zu.
Jack wollte aus dem Wasser springen und sie packen, wollte Vernunft in die Schlampe prügeln – oder doch wenigstens ins Hotelzimmer zurück gehen und wichsen – aber als er aufzustehen versuchte, musste er feststellen, dass seine Beine Schwierigkeiten damit hatten, auf sein Gehirn zu reagieren. Sein ganzer Körper bewegte sich, als hätte er nach einem Tag Intensiv-Work-out mit üblem Sonnenbrand noch ein Pfund Marihuana geraucht.
Ginger griff nach der Abdeckung des Whirlpools, zog sie über Tragic Jacks Kopf und drückte ihn so ins Wasser hinunter. Sobald sie die Abdeckung verriegelt hatte, stellte sie die Düsen auf volle Kraft und die Wassertemperatur auf vierzig Grad – einfach nur, um ein Miststück zu sein. Dann legte sie sich auf die Wanne.
»Wo ist das Geld, Baby?«, fragte sie laut.
Jack hörte sie nicht. Er lag mit dem Gesicht nach unten im Wasser und hatte gerade mal zwei, drei Zentimetern Platz zwischen der Wasseroberfläche und der Abdeckung. Bei dem Versuch sich umzudrehen, um Luft zu bekommen, zappelte er mit seinem fetten Körper hin und her, und selbst als er es schaffte, sich herumzuwälzen, musste er feststellen, dass der Druck der Düsen das bisschen Freiraum mehr mit Wasser als mit Luft füllte. Er atmete etwas von beidem ein und begann zu husten.
»Was zur Hölle!«, schrie er.
Und, bei Gott, wie Ginger das nötig hatte! Sie hatte seit sechs Wochen keinen Mann mehr getötet und das war länger, als jedes Mädchen es verdiente, ohne Erleichterung auskommen zu müssen. Nach einer geschlagenen Stunde im Schoß dieses Wichsers, nachdem ihr Gesicht und ihre Brüste von den Stoppeln in seinem fettigen Gesicht zerkratzt waren, nachdem sie sich befummeln und betatschen und wie eine Schlampe mit sich reden lassen musste, nach einer ganzen Stunde vortäuschen, dass sie es kaum erwarten konnte, auf diesen münzrollenkleinen Schwanz springen zu wollen, den er unter der Muschelschale seines Bauchs versteckt hatte, wurde Ginger jetzt – jetzt, da er fünfzehn Zentimeter unter ihr im Wasser gefangen war, hustend und würgend und fluchend – endlich, zum ersten Mal in dieser Nacht, feucht.
»Sag mir, wo das Geld ist!«, verlangte sie.
Als ihm bewusst wurde, was vor sich ging, wurde Tragic Jack für einen Moment ganz still. Er wusste nicht, welches Geld genau sie meinte, aber plötzlich wusste er, worauf sie hinauswollte.
»Lass mich verdammt noch mal gehen! Wir können drüber reden!«, schaffte er zu sagen, bevor er von schrecklichem Husten, Röcheln und Würgen unterbrochen wurde. »Hilf mir! Bitte! Ich ertrinke!«
Er begann zu schluchzen, während er um sein Leben bettelte, und Ginger konnte jetzt nicht mehr widerstehen, eine Hand zwischen ihre Schenkel zu schieben und sich selbst zu befriedigen. Nächte wie diese waren der Grund, warum sie für Stan arbeitete. Nächte, in denen sie ganz von der Leine gelassen wurde. Sie zog ihre Füße bis zu ihrem Hintern an und spreizte ihre Beine wie Schmetterlingsflügel, während sie den lautlosen Schreien des Mannes unter sich lauschte. Im Versuch, sich zu befreien, hämmerte er mit seinen Fäusten und Beinen gegen die Abdeckung. Sie konnte jeden Schlag an ihrem Rücken spüren und jeder von ihnen ließ sie geiler werden.
Und Jack wollte aufgeben. Das wollte er wirklich. Als ihm klar wurde, dass er zu wenig Platz in der verschlossenen Wanne hatte, zu wenig Kraft, nach dem elektrischen Schlag, und zu wenig Schwung, um sich einen Weg herauszutreten und zu boxen, versuchte er der Schlampe alles zu sagen. Er versuchte ihr von dem dreifach umgeleiteten Anruf zu erzählen, der ihm mitgeteilt hatte, dass er zu diesem Hotel kommen und um sechs Uhr in jenem Zimmer sein sollte. Er versuchte ihr von der Nachricht zu erzählen, die vor ein paar Stunden unter seiner Tür hindurchgeschoben worden war, der Nachricht, die lautete:
DAS MÜNZTELEFON VOR ONE-NIGHT STAN\’S. 23:00 UHR. PÜNKTLICH.
Er versuchte ihr zu sagen, dass er nur eine Lieferung zu machen hätte, und dass er nicht wusste, was er abholen oder wohin er es bringen sollte, aber wenn sie ihn nur gehen ließe, dann könnten sie das Geld zusammen einsammeln und sie könnte jeden einzelnen Cent davon behalten. Solange er lebte, würde er niemals auch nur ein Sterbenswörtchen darüber erzählen, und sie könnte all sein Geld haben und seinen Truck und seine Kleider, und sie könnte von ihm aus seine gottverdammte Schwester umbringen, wenn sie ihn nur aus diesem nassen Gefängnis herausließe.
Er versuchte ihr all das mitzuteilen, aber er hustete und schnappte nach Luft und kotzte das mit Chemikalien versetzte Wasser und seine eigene Pisse aus. Daher war alles, was er sagen konnte: »Haltesistnichtichweißnicht-ohGottichsagsdirBITTE! ACHKCACK! Wir … Wir können gRAAAUUUAGGGHHH-AHH FUCK!! AUGGHHH–AAAAHAAAAHAAAA!«
Und Ginger wusste, sie sollte ihn gehen lassen. Sie wusste, dass er jetzt genug gelitten hatte und sie die Information aus ihm heraus bekäme, wenn sie nur die Abdeckung öffnete und ihm ihr Butterflymesser an die Kehle hielte. Im tiefsten Innern ihres kalten Herzens wusste sie das, aber sie war so gottverdammt nah dran zu kommen, dass sie jetzt nicht aufhören konnte.
Sie rollte sich auf die Seite, die Beine weit gespreizt, und während sie es sich mit einer Hand besorgte, hämmerte sie mit der anderen immer wieder so fest sie nur konnte auf die Whirlpoolabdeckung.
Jedes Mal, wenn Jack in einem Befreiungsversuch gegen die Unterseite der Abdeckung schlug, schlug Ginger in Ekstase auf die Oberseite. Jedes Mal, wenn er unter Schmerzen aufschrie, schrie sie ihre Lust heraus.
Es heißt, dass der Moment bevor man ertrinkt, ein zutiefst euphorischer ist, dass sich ein Ertrinkender in den letzten Augenblicken seines Lebens plötzlich ganz friedlich fühlt und in einem Zustand extremer Behaglichkeit stirbt.
Möglicherweise lag es nur daran, dass der Whirlpool mehr Kotze und Exkremente als Wasser enthielt, aber Tragic Jack verspürte keine solche Euphorie.
Ginger hingegen verspürte reichlich davon. Und als Tragic Jack still wurde, presste sie ihre Lippen auf die Oberseite der Abdeckung, öffnete ihren Mund und stieß einen letzten, glückseligen Schrei aus, um sicherzugehen, dass er wusste, wie geil sein Tod für sie war.
Und Jack starb.
Und Ginger kam.
Dreißig Sekunden vergingen in Stille. Nur eine nackte Frau auf einer Whirlpoolabdeckung im Poolbereich eines billigen Motels auf der beschissenen Seite der Stadt.
Ginger kam sich mit einem Mal ziemlich dumm vor. Sie hoffte, dass keine perversen alten Lüstlinge an den Fenstern ihrer Zimmer standen, um die Show zu betrachten, die sie gerade abgezogen hatte. Sie sprang vom Whirlpool, und da sie sich plötzlich auch sehr sittsam fühlte, schlüpfte sie so schnell wie möglich in den Jogginganzug, in dem sie den Klub verlassen hatte.
  Sie hatte es vermasselt. Stan war sehr deutlich gewesen. Sie konnte mit Jack anstellen, was immer sie wollte, nachdem sie das Geld hatte, aber bis dahin sollte sie auf keinen Fall etwas Unüberlegtes tun. Jetzt war er tot, und sie hatten nicht mehr Informationen, als sie eine Stunde zuvor schon gehabt hatten. Das Geld war so gut wie verloren.
  Trotzdem durchwühlte sie Jacks Brieftasche, fand aber nur einen Zimmerschlüssel, einen Führerschein, sechs Dollar und ein Kondom, von dem er die ganze Nacht keine Anstalten gemacht hatte, es benutzen zu wollen. Hurensohn.
Sie zündete sich eine Zigarette an und ging vom Poolbereich zurück in Richtung One-Night Stan\’s. Jacks aufgedunsenen Körper ließ sie im vierzig Grad heißen Wasser kochen.
Armer alter Tragic Jack. Er war nur der Erste von einem Dutzend Typen in Scud City, die bei Sonnenaufgang tot sein würden.
You could feel it coming in the air tonight.
Oh Lord.