Mausoleum 2069

von Rick Jones

»Ein großer Science-Fiction-Horror-Zombie-Spaß. Stellen Sie sich vor, John Carpenter würde einen Film für den SyFy-Channel drehen, und Sie wissen in etwa, was Sie erwartet.« - Amazon.com

INHALTSBESCHREIBUNG


Der Präsident der planetaren Förderation weilt gerade an Bord des riesigen Friedhof-Raumschiffs MAUSOLEUM 2069 im Orbit der Erde, als eine interstellare Wolke die Erde passiert und auf mysteriöse Weise die Toten auf dem Raumschiff zu neuem Leben erweckt. Gefangen auf einem riesigen Schiff voller Untoter entbrennt ein Kampf auf Leben und Tod. Um den Präsidenten zu retten und sicher zur Erde zu eskortieren, wird Eriq Wyman, ehemaliger Soldat eines Spezialkommandos, ausgesandt…

… doch was niemand weiß: Haben sich auch bereits auf der Erde die Toten wieder aus ihren Gräbern erhoben? Hat dort die letzte Schlacht, die Apokalypse bereits begonnen?
Nur eines ist sicher: auf dem Raumschiff voller Untoter gibt es keinen Ort, um sich zu verstecken …

Ein wilder Mix aus John Carpenters DIE KLAPPERSCHLANGE und der Action eines Luc Besson – MAUSOLEUM 2069 bringt die Zombies in den Weltraum … dorthin, wo dich niemand schreien hört …

Prolog

  

Die Wolkenmasse aus interstellarem Staub verformte sich fortwährend zu unterschiedlichen Rorschach-Bildern, während sie durch die Galaxien rollte. Neben ihrer Form veränderte sich auch ihre Farbe und changierte von kühlen Blau- zu warmen Rottönen, während biolumineszentes Licht in ihr aufblitzte.

Als unbeseelte Reisende war sie abhängig von der Strömung der Sonnenwinde, stets quellend voll und von der Richtungskraft getrieben, die sie niemals beeinflussen konnte.

Und wie alle Rätsel des tiefen Raumes war sie unendlich wie die Zeit und älter als der Urknall.

Die regelmäßigen Energieentladungen in der kosmischen Wolke setzten die Verbreitung von Leben in Gang, indem sie Einzellern ermöglichten, auf der Oberfläche von Meteoriten anzusiedeln, um beim Einschlag auf Planeten auszuschwärmen und auf diese Weise tote Welten zu bevölkern.

Auch vor über viereinhalb Milliarden Jahren war ein faustgroßer Stein durch das Staubfeld getrudelt. Wie als Lohn dafür hatten die elektrischen Blitze darin die organische Masse entzündet, die daran haftete, und hatten Leben geschenkt. Daraufhin dauerte es ein ganzes Jahrtausend – eine im Rahmen der kosmischen Zeit verschwindend kurze Zeitspanne – bis der Meteorit mit unvorstellbarer Geschwindigkeit durch das All gerast und die flammende Schale einer Welt der Milchstraße gedrungen war und dem der Sonne drittnächsten Planeten Leben eingehaucht hatte.

Viereinhalb Milliarden Jahre später befand sich die Wolkenmasse nun wieder auf dem Rückweg, da sie den Sonnenwinden unterworfen eine Kreisbahn beschrieb, und obwohl sich das Leben im Laufe von Äonen etabliert hatte, war der Planet im Begriff, einen langsamen Tod zu sterben.

Da kosmischer Staub weder ein Gewissen besaß, noch Wünsche hegte, keine kognitiven oder instinktiven Prozesse durchlief, tat er einfach nur das, was er zwangsläufig tun musste: Er belebte, was bereits tot war.

Für die Erde kam dies einer Apokalypse gleich.

Die Wolke sollte einen Strudel aufwirbeln, der so tief und düster war, dass er die Erde in eine fürchterliche Dämmerung tauchte, die nicht aufhören würde.

Niemals.

 

Kapitel 1

  

Bis zum Jahr 2179 lagen über neunzig Prozent der Erdoberfläche brach und die ehemaligen Vereinigten Staaten waren zur Föderation der Felder von Elysium oder kurz FFE geworden. Diese bestanden aus fünfundzwanzig ummauerten Städten mit Namen wie New Philadelphia oder New Boston, in denen es nun energieeffiziente Wolkenkratzer mit Selbsterhaltungssystemen gab, über künstliche Intelligenz gesteuerte Smart Cars und Anlagen mit Aqua- und Hydrokulturen, die groß genug für die Versorgung der Menschen hinter jenen Schutzwällen waren. Somit waren diese unabhängigen Gemeinschaften gut gegen die Angriffe von Aufständischen gewappnet. Auf den Bollwerken befanden sich automatisierte, eigenständige Geschütztürme … hochleistungsfähige Maschinenkanonen mit Wärmesuchsensoren. Sollte also jemand aus den Wastelands versuchen, die Mauern zu erklimmen, wurde er von einem Hagel Geschosse Kaliber .50 in Stücke gerissen.

Orte wie New York City, Atlanta und Baltimore … Städte, die man aufgrund des vollständigen Zusammenbruchs der sozialen Ordnung für rettungslos verloren hielt … boten kein Obdach hinter Wällen, geschweige denn paradiesische Zustände. Weil sie im Gegensatz zu den Feldern nicht geschützt waren, waren sie zu Ruinen geworden und beherbergten nun Stammesbünde, die es auf die Schwachen und Ahnungslosen abgesehen hatten. Im Zuge dieser Ordnung der natürlichen Auslese endeten jene, die ihnen zum Opfer fielen, nicht selten an rotierenden Spießen, in deren Umgebung die Luft nach gebratenem Fleisch roch, während die Körper für ein frühes Abendmahl vor sich hin rösteten. Das war zumindest in den Alten Städten Alltag.

Im Inneren der Neuen Städte blieben die Wälder und Wiesen smaragdgrün und die Blumen blühten in schillernden Farben, wohingegen die Bäume in den Alten Städten unheilvoll anmutende Gerippe darstellten, deren knochige Glieder in Todeskrämpfen erstarrt zu sein schienen. Einst gepflegte Rasen waren nun kahles Gelände, auf dem Grashalme eher Anomalien als Normalität darstellten, und überall waberte gelblicher Rauch.

Die Landschaft zwischen den alten und neuen Städten waren Kulissen aus Sand und Stein inmitten toter Natur. Dafür hatten sich die Wastelands aber zum Lebensraum von Wilden entwickelt, die viel schlimmer waren als die in den Ruinen der Alten Städte lebenden Sippen.

Die Umstände änderten sich je nach Region, wobei die Vielfalt der Lebensarten einer Person oder Familie, eines Stammes oder Clans zum Erkennungsmal reichte. Die Tracht der Bewohner der Neuen Städte belief sich auf hochwertige Hausanzüge und Gewänder aus synthetischen Leder-, Woll- beziehungsweise hochwertigen Stoffarten; wer in den Alten Städten lebte, musste auf zerfledderte Lumpen und schmutzige Tücher zurückgreifen, und die Wilden der Wastelands kleideten sich mit der verarbeiteten Haut ihrer Opfer, deren ledrige Beschaffenheit im Winter für natürliche Wärme sorgte und bei Regen trocken hielt.

Politisch verfolgten die Felder von Elysium eine utopische Ideologie und wahrten ein Rechtssystem, das nur auf einer Regel basierte: Wer uns zuwiderhandelt, egal wie geringfügig, wird mit Verbannung aus dem Schutzkreis der Stadt bestraft. Da es niemand darauf ankommen lassen wollte, sich in den Wastelands behaupten und häuten lassen zu müssen, existierten Verbrechen praktisch nicht mehr.

In den Alten Städten oder der Wüste jedoch beschränkte sich die Ahndung von Gesetzesbrüchen einfach darauf, zu töten, unabhängig von der Schwere des Vergehens und ohne Einspruchsverfahren.

Exekution zählte mittlerweile zu den erwarteten Schicksalen.

Da die Menschheit nur noch in kleinen Zellen auf dem kranken Planeten lebten, bemerkte niemand, dass etwas Bösartiges im Anflug auf ihre Welt war.

Schon bald sollte sich alles ändern, sowohl in den Wastelands, den Ruinen der Alten Städte als auch in den Feldern von Elysium. Ein rasches Ende stand ihnen bevor, bereitet von Mächten, so dunkel, dass nur wenige den Angriff überleben würden.

Und diejenigen, die überleben würden, durften mit einem noch viel schwierigeren Kampf rechnen.

Ende der Leseprobe

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