DAS LETZTE KAPITEL

2,99 

Michael Dissieux

Horror

Band 5
Serie: Die Legende von Arc’s Hill

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Beschreibung


Nach den Ereignissen auf dem ehemaligen Marktplatz von Arc´s Hill erwacht Ethan in einer stillen, nach Blut und Erbrochenem stinkenden Kammer. Schnell wird ihm klar, welch grausames Schicksal ihn erwartet: Der Tod in einer der fürchterlichen Arenen. Dort müssen Sklaven auf Leben und Tod gegeneinander antreten, einen Sieger gibt es nicht.
Als Ethan bemerkt, gegen wen er kämpfen soll, fasst er einen Entschluss, der das letzte Kapitel der Menschheit einläutet. Die Zeit der Erlösung scheint gekommen …

Zusätzliche Information

Ersterscheinung

2015

Format

Ebook (epub, mobi)

Seiten

ca. 100

eISBN

978-3-95835-042-7

Leseprobe


Dunkelheit ist das einzige, was uns Sicherheit bietet.
In ihrem Schoß kann uns die Neue Welt nichts anhaben, wir fühlen uns geborgen und frei.
Wir sind
Menschen, wenn wir nicht gesehen werden. Keine Sklaven. Kein Fleisch.
War es in der Alten Welt die Wärme der Sonne, die dem Menschen die Furcht genommen hat, so ist es in der Neuen Ordnung die Nacht.
Sie lässt uns das fühlen, was in uns verkümmert ist, und sei es nur für wenige Augenblicke.
Ohne die Dunkelheit, in die wir uns verkriechen können, würde es lange schon keine Menschheit mehr geben.

***

Irgendwann – die Zeit ist stehengeblieben oder rast an mir vorüber – lässt mich die Dunkelheit mit erbarmungsloser Härte frei.
Ich versuche mich mit Händen festzuhalten, die an die gebleichten Knochen eines Toten erinnern, in einer nicht greifbaren und mich dennoch wie ein Grab einnehmenden Finsternis.
Doch die Schwärze zerrinnt zwischen meinen knöchernen Fingern, rast auf mich zu und zieht sich zurück, noch ehe ich sie ertasten kann. Die Dunkelheit wirkt, obwohl konturenlos, verzerrt, als würde man eine finstere Nacht durch eine regennasse Scheibe betrachten.
Die Schatten haben etwas Beruhigendes an sich. Sie sind der Schoß, nach dem ich mich mein Leben lang gesehnt habe.
In der Dunkelheit bin ich sicher.
Keine Schmerzen …
Kein Verfall …
In meinen Gedanken existiert nur die immerwährende Ruhe des Schlafes.
Oder ist es die süße Stille des Todes?
Unsere
Erlösung, von der Patrick gesprochen hatte?
Sind das die knöchernen Klauen eines Toten, die wie ein Neugeborenes verzweifelt nach dem Nichts greifen und zu meinem Körper zu gehören scheinen?
Ich wünsche es mir so sehr.
Die
Erlösung