Robert McCammon im Interview


Robert McCammon
Robert McCammon

Heute dürfen wir euch einen ganz besonderen Interview-Gast vorstellen: Robert McCammon. Wir freuen uns sehr, dass sich Robert so bereitwillig unseren Fragen gestellt hat.

Was ist dein Lieblingsplatz, um zu schreiben?

Ich habe ein Büro zuhause, und das ist der einzige Ort, an dem ich arbeite. Beim einzigen Mal, wo ich versucht habe, irgendwo anders zu arbeiten – nämlich an einem Strand im Urlaub – gefiel mir nicht, was ich schrieb, und am Ende habe ich das gesamte Material weggeworfen. Etwa 70 Seiten, wenn ich mich recht erinnere.

Was ist dein Lieblingsbuch, und was fasziniert dich so an diesem?

Das Lieblingsbuch von denen, die ich selbst geschrieben habe? Das wäre dann wohl THE FIVE, aus dem einfachen Grund, weil ich Musik so sehr liebe und mich für das Leben und die Inspirationen von Musikern interessiere. Lieblingsbücher anderer Autoren wären THE HAUNTING OF HILL HOUSE von Shirley Jackson und J JONATHAN STRANGE & MR. NORRELL von Susanna Clarke. Diese Bücher sind so gut geschrieben und erzeugen eine derart packende Atmosphäre … von beiden wird man so tief in die Geschichte hineingezogen. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass mein erster Versuch, JONATHAN STRANGE zu lesen, nicht so gut verlief, einfach weil der Roman so unglaublich dicht und detailliert ist … aber wann immer ich zu dem Buch zurückkehre und es noch einmal lese, finde ich wieder etwas Neues, das mir vorher entgangen war.
Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal - Robert Mccammon

Benötigst du eine spezielle Atmosphäre, um schreiben zu können?

Nein, eigentlich nicht. Aber ich brauche die Vertrautheit und Gemütlichkeit meines Büros, wo alle meine Recherchen griffbereit liegen.



Wo findest du die Inspirationen für deine Geschichten?

Überall. Wirklich. Ideen finden sich überall. Nicht jede birgt genügend Potential für ein Buch, aber zumindest kann man im Geiste spielen und sehen, wohin sie einen führen und ob sie es wert sind, ein Buch daraus zu machen oder nicht.

Hast du spezielle Vorlieben, eigentümliche Obsessionen oder dergleichen?

Kaffee beim Schreiben, sehr dunkel und sehr stark.

Möchtest du speziell deinen deutschen Lesern etwas mitteilen?

Ja … ich hoffe, dass das, was ich schreibe und ausdrücke trotz der räumlichen Distanz zwischen meinem Heimatland und Deutschland universelle Ideen sind, die mich mit meinen Lesern dort verbinden. Vielleicht lässt sich damit beweisen, dass es trotz der individuellen Landesgrenzen keine wirklichen Grenzen für uns Menschen, den menschlichen Geist oder den Wunsch nach gegenseitiger Kommunikation und Verständnis gibt.

Was macht für dich einen guten Tag aus?

Das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Dass muss gar nicht eine bestimmte Seiten- oder Wortanzahl sein. Ein guter Tag lässt mich mit dem Gefühl zurück, dass ich die Geschichte und die Charaktere auf positive Weise vorangetrieben habe … es gibt wirklich kein schöneres Gefühl für einen Autor als jenes, etwas geschafft zu haben, zu wissen, dass man ein Stück auf dem Weg weitergegangen ist, den man für sich selbst (oder seine Charaktere und natürlich auch die Leser) beschritten hat.


Über den Autor:

Robert McCammon ist der Autor der New York Times Bestseller Boy’s Life und Gone South, sowie zahlreicher anderer von Kritikern hochgelobter Romane. Mehrere Millionen Exemplare seiner Bücher wurden verkauft. Robert McCammon ist für sein Lebenswerk mit dem Bram Stoker Lifetime Achievement Award ausgezeichnet worden und hat außerdem den Grand Master Award der World Horror Convention und den World Fantasy Award erhalten.
Er lebt in Alabama.

Im Luzifer Verlag werden seine Matthew-Corbett-Serie sowie der Roman THE BORDER* veröffentlicht.

*Originaltitel (deutschsprachige Veröffentlichung in 2018)


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Ein Kommentar zu “Robert McCammon im Interview

  1. Ich bin über Robert R. McCammon gestolpert, als ich die Verfilmung seiner Kurzgeschichte “Nightcrawlers” in TWILIGHTZONE gesehen und in seiner Kurzgeschichtensammlung “Blue World” wiedergefunden habe

    Ich lese alles von ihm, habe eine großartige Buchhändlerin, die seine Titel in Originalsprache organisiert und ich schrieb seinem Manager.

    Sein Vampier-Roman “They Thirst” (dt. Titel: Blutdurstig) ist so gruselig, dass ich beim Lesen kontrollierte, ob meine Fenster geschlossen waren.

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