Mort(e) - Robert Repino

JETJET 3D

Robert Repino

MORT(E)

Fantasy-Thriller

PERFECT PAPERBACK
360 Seiten
ISBN: (gedruckt noch nicht lieferbar)
eISBN: 978-3-95835-129-5
ERSTERSCHEINUNG: 2016

KlappenbroschurE-Book (epub, mobi)

Preis: 12,14 € 9,34 € In den Warenkorb

Vorbestellung zum vergünstigten Subskriptionspreis bis 28. Februar 2017 möglich! (Gültig nur für Endkundenbestellungen direkt hier beim Verlag)
Lieferbar ab 31. März 2017!

Nutze unseren Newsletter, um künftig über alle Vorbestellangebote informiert zu werden.

4,19 € In den Warenkorb

Kostenloser Versand per Downloadlink via E-Mail. Lieferung am Tag des Zahlungseingangs.

BeschreibungAutorMeinungen zum BuchJetzt reinlesen

Der »Krieg ohne Namen« hat begonnen, und sein Ziel besteht darin, die Menschheit auszurotten. Eingefädelt wurde er von der Kolonie, einer Rasse intelligenter Ameisen, die über Jahrtausende hinweg heimlich eine Armee aufgebaut haben, um die menschlichen Zerstörer und Unterdrücker für immer von der Erde zu tilgen.
Unter den wachsamen Augen der Kolonie soll eine Utopie frei vom Hang der Menschen zu Gewalt, Ausbeutung und religiösem Aberglauben entstehen. In einem letzten Schritt ihrer Kriegshandlungen verwandelt die Kolonie die Tierwelt auf der Erde in zu Höchstleistungen fähige Zweibeiner, die sich erheben und ihre Herren vernichten sollen.

Mort(e), ein ehemaliger Hauskater, der zum Kriegshelden avancierte, ist berüchtigt dafür, die gefährlichsten Aufträge anzunehmen und gegen die gefürchtete menschliche Biowaffe EMSAH anzukämpfen. Was ihn jedoch tatsächlich zu derartigem Draufgängertum treibt, ist seine andauernde Suche nach jemandem, mit dem er vor der Verwandlung befreundet gewesen war: der Hündin Sheba.
Als er die Nachricht erhält, dass Sheba noch am Leben sein soll, tritt er eine Reise an, die ihn von den verbliebenen menschlichen Festungen ins Herz der Kolonie führt, wo er von den Ursprüngen von EMSAH und dem endgültigen Los aller Lebewesen der Erde erfahren wird.


»Ein epischer Science-Fiction-Thriller … Mort(e) wird noch lange bei Ihnen sein, nachdem Sie die Buchseiten geschlossen haben.« [Tor.com]

ROBERT REPINO wuchs in Drexel Hill, Pennsylvania auf. Nach seinem Dienst im Friedens-Corps erwarb er einen M.F.A. Creative Writing am Emerson College. Seine Geschichten wurden bereits für verschiedene Preise nominiert.

MEHR ERFAHREN >

»Mort(e) katapultiert den Leser in eine wilde, apokalyptische Welt … [Mort(e) 's] Reise, vor dem Hintergrund eines ideologischen Krieges zwischen reiner Rationalität und Mystik, sorgt für ein sonderbare, bewegende Geschichte.« [The Washington Post]

»Robert Repino ist mit Mort(e) ein interessanter, spannender und unterhaltsamer Thriller gelungen der hoffentlich auch mal von Lehrern als Schullektüre entdeckt wird da die Entwicklung der Tiere zu Menschen viel Spielraum für Diskussionen lässt und der Autor so Fragen aufwerfen kann die man im normalen Leben nicht mehr stellen darf da sie politisch nicht korrekt sind.« [Galladan, lovelybooks]

»Mort(e) ist ein guter Fantasy-Roman mit einem originellen Setting einer spannenden Handlung und faszinierenden Protagonisten, der gut unterhält und ein bisschen zum Nachdenken anregt.« [Lesermeinung]

Bevor er seinen Namen annahm, bevor die Tiere aufbegehrten und ihre Unterdrücker stürzten – bevor man von Prophezeiungen und Rettern redete, war der große Krieger Mort(e) nur ein Hauskater gewesen, den seine menschlichen Herren Sebastian nannten. An jene Zeit erinnerte er sich jetzt nur noch in Träumen und kurzen Anflügen von Nostalgie, die so schnell vergingen, wie sie aufgekommen waren – alles davon … außer Sheba. Ihrer zu gedenken schmerzte stets wie ein Splitter in der Tatze.
  Sebastians Mutter, eine namenlose Streunerin, gebar ihren Wurf auf der Ladefläche eines Kleinlastwagens. Hätte sich Mort(e) stärker darum bemüht, wären Momente aus jenen Tagen aufgeflackert, als sie ihn, seinen Bruder und seine Schwester gesäugt hatte. Er erinnerte sich, wie warm ihr Fell, wie rau ihre Zunge gewesen war und wie sich ihr Schnurren angehört hatte, entsann sich des Geruchs seiner Geschwister, wenn sie über ihn gekrochen waren, und der Feuchte ihres Atemhauchs.
  Was er sich jedoch nicht mehr vor Augen rufen konnte, waren die Umstände, die ihn von seiner Familie getrennt hatten. Es gab keine Aufzeichnungen, die er hätte konsultieren können, sobald er allempfindsam wurde. Er vermochte sich nur vorzustellen, wie der Besitzer des Wagens – sehr wahrscheinlich ein Freund der Martinis, die Sebastian schließlich aufnehmen sollten – auf den darbenden Wurf gestoßen war, als er das Fahrzeug eines Morgens beladen wollte. Das Muttertier mochte gefaucht und gekratzt haben, als die Menschen ihre Jungen weggenommen hatten; am Ende war sie jedoch sicherlich froh gewesen, ihrer entledigt zu werden. Der Instinkt hatte ihr gewiss versichert, dass sie ihre Aufgabe im Sinne der Evolution erfüllt hatte und noch jung genug war, um weiteren Nachwuchs auszutragen.
  Von jenem Morgen an verging für den kleinen Sebastian ein Tag wie der andere. Janet und Daniel Martini waren seinerzeit noch ein junges Paar, und die frisch Getrauten verbrachten ihr erstes gemeinsames Jahr mit der Renovierung ihres Hauses für Kinder, die sie noch bekommen wollten. Ziemlich sich selbst überlassen unterlag Sebastian der Vermutung, das Gebäude gehörte ihm. Er kletterte unter die Dachsparren, schlich durch Schalungen neu gezogener Decken und Wände. Als die Arbeiter die Holzbalken abdeckten, verscheuchten sie ihn aus seinen Lieblingsverstecken.
  Sobald das Wohnzimmer fertig war, fläzte sich Sebastian oft im Sonnenlicht, das auf den Teppich fiel, dämmerte vor sich hin und beobachtete Staubflocken, die ringsum schwebten. Tagsüber, während die Martinis ihren Berufen nachgingen, war es still im Haus; abends ließ sich Sebastian bei den beiden am Esstisch blicken, wo er sich manchmal mit den Pfoten nach Daniels Schoß ausstreckte. Der Mann trug stets eine Jeans, die wie seine Druckerei roch: nach chemischen Reinigungsmitteln, Metall und Farbe. Die künstlichen Gerüche brannten in Sebastians Nase, wenn er sie zu tief einatmete. Daniel führte den Kater dann zur Kellertreppe, wo neben seiner Katzentoilette Wasser und Futter standen.
  Sebastian dachte selten an seine Geschwister und seine Mutter – bis eines Morgens eine Familie von Streunern im Gänsemarsch durch den Vorgarten zog. Eine Mutter führte zwei Junge, die folgsam hinter ihr herhüpften. Als es spürte, dass es beobachtet wurde, richtete das Muttertier seinen Schwanz senkrecht auf. Misstrauisch beäugte es Sebastian, der dem Blick trotzte, während er sich mit den Tatzen am Fensterbrett aufstützte. Dann fauchte die Alte, und er tat es ihr gleich, ahmte sie nach. Schließlich streckte sie ein Bein aus, und drei scharfe Krallen traten am Fußballen hervor. Sebastian erschrak; sie trottete zufrieden weiter. Die Jungen bedachten ihn mit einem abfälligen letzten Blick, bevor sie ihr folgten.
  Plötzliches Gebell vertrieb sie flugs. Es stammte von Hank, einem braunen Köter, der auf dem Grundstück gegenüber lebte. Er schien keinem anderen Lebenszweck nachzugehen, als zu bellen, bis er heiser war, während er so kräftig an seiner Leine zerrte, dass sich deren rotes Nylon straff spannte. Oft zielte sein Zorn auf Sebastian ab, der am Fenster schlief, wenn er das kühle Glas an seinem Fell spüren wollte. An jenem Tag ließ er Hank eine Zeit lang wüten, bevor er hinter der Scheibe zurücktrat; es war ein Akt der Gnade.
  Als Sebastian auf seine Pfoten blickte, bemerkte er zum ersten Mal, dass seine Krallen kürzer waren als die anderer Katzen; man hatte sie gestutzt. Das erschien ihm ausgeschlossen, da er sich an einen solchen Eingriff hätte erinnern müssen. Wie dem auch sei, diese Beobachtung gereichte ihm zunächst einmal zu der Erkenntnis, dass es vermutlich viele Ereignisse in seiner Vergangenheit gab, die ihm entfallen waren, während er in diesem Haus vor sich hinlebte und seine Zeit mit Schlafen verbrachte. Doch gab es draußen Katzen und andere Tiere, zu denen er einmal gehört hatte. Jetzt jedoch war er hier, getrennt von seinesgleichen. Er wusste, dass er nicht hinauskonnte, obwohl er es noch nie versucht hatte.
  Eine bestürzende Erkenntnis vielleicht, aber auch sie würde in Vergessenheit geraten … wie die meisten Geschehnisse, die vergangen waren. Hier hatte er es warm und etwas zu fressen, erlebte wundersame Dinge und ließ sich ablenken. Der neue Teppich im Wohnzimmer fühlte sich sogar weicher an als das Bauchfell seiner Mutter, und der prächtige Spiegel, der fast eine ganze Wand im Raum einnahm, bezauberte ihn seit Wochen. Darin erblickte er nicht nur ein größeres Zimmer, sondern sogar einen zweiten Kater. Dieser hatte ein weißes Kinn und an der Stirn einen lohfarbenen Streifen, der sich von dort übers Rückgrat bis zum Schwanz fortsetzte. Auch wenn Sebastian erleichtert festgestellt hatte, dass der Fremde eine Illusion war, so musste er sich diese Tatsache jedes Mal, wenn er an dem Spiegel vorbeiging, ins Gedächtnis rufen.
  Ganze Tage widmete er dem neuen Fernsehgerät mit seinem flimmernden Bildschirm, den sich endlos windenden Kabeln und sirrenden Schaltkreisen. Und ließen die Martinis die Dachbodentür offenstehen, konnte Sebastian ein ganz neues Land voller Spielsachen, Kartons und Feiertagsschmuck erkunden. Seine erste Entdeckungsreise dauerte von einem Sonnenuntergang zum nächsten; vom Fenster aus konnte er graue Dächer, grünen Rasen, im Regen glänzende Straßen und einen unaufhörlichen Strom von Autos sehen, die am Horizont entlangfuhren – den Rand seiner Welt.
  Eines Tages brachte Janet selbst Nachwuchs mit ins Haus. Ein paar Tage danach hob Daniel Sebastian hoch – das tat er eigentlich nie – und trug ihn in ein Zimmer, wo ein Säugling, ein kleiner Junge, auf einem Tuch auf einer Matratze lag. Daniel sprach leise zu seinem Kater und wiegte ihn sanft, bevor er ihn auf das Bett setzte. Daraufhin beschnupperte Sebastian die weiche, reine Haut des Babys; es gluckste und ruderte mit seinen Ärmchen. Daniel ließ ihn ein Zeit lang dort hocken.
  Sebastian mochte das Kind, dessen Name Michael lautete, und freute sich, als ihm Daniel ungefähr ein Jahr später ein weiteres vorstellte, ein Mädchen namens Delia. Dies war seine Familie, dies waren seine Angehörigen, und er fühlte sich ihnen zugetan. Hier war sein Zuhause, hier wähnte er sich sicher. Eine tiefere Bewandtnis hatte sein Leben nicht … das musste auch nicht sein.

***

(ein Abschnitt tiefer im Buch) 
Als er erwachte, weil im Haus Glas klirrte, lag er noch auf dem Garagendach. Er schlug seine Augen auf; eine Säule aus schwarzem Qualm verdunkelte die Stadt am Horizont. Um zu lauschen, drehte er sich in Richtung Haus. Auf einmal flog die Tür auf, und Janet stapfte heraus. Sie trug einen Wanderrucksack und auf je einem Arm eines ihrer Kinder. Sebastian hatte nie bemerkt, wie stark sie war.
  Daniel kam hinterhergelaufen. »Wir müssen zusammenhalten«, bettelte er mit sich überschlagender Stimme. Sebastian hielt inne: Er verstand tatsächlich, was gesprochen wurde!
  »Wir werden nicht in diesem Haus bleiben«, stellte Janet klar.
  Sebastian sprach die Worte tonlos nach: Wir werden nicht in diesem Haus bleiben.
  Daniel lief zurück ins Haus, während seine Frau weiter mit den Kleinen zum Wagen ging, der in der Einfahrt parkte. Es war eine silberfarbene Geländelimousine mit Schlammspritzern an den Seiten und Kindersitzen auf der Rückbank.
  Als Daniel wieder herauskam, hatte er sich das schwarze Metallrohr in eine Armbeuge geklemmt. »Du darfst die beiden nicht mitnehmen«, sagte er.
  Janet ignorierte ihn.
  »Mama, was macht Daddy?«, fragte Michael.
  »Hörst du mir zu?«, beharrte Daniel.
  »Mach ruhig, erschieß uns eben, Dan!«, brauste Janet auf, deren Gesicht rot und aufgedunsen war. »Wir sind sowieso schon tot. Nur zu, tu es!«
  Daniel erstarrte. Blinzelnd, mit bebenden Lippen, stellte er das Metallrohr an der Hausmauer ab und stapfte erneut ins Haus.
  Das Mädchen weinte, wohingegen der Junge seine Mutter mit weiteren Fragen bombardierte.
  »Steig ein«, befahl Janet.
  Während sie Delia beschwichtigte, entdeckte Michael den Kater auf dem Dach. »Sieh mal, Mama!«
  Da wurde Sebastian bewusst, dass er wie ein Mensch auf seinen Hinterbeinen stand, doch bevor Janet hinschauen konnte, kehrte Daniel abermals vor die Tür zurück. Er packte sie beim Schopf und zog kräftig. Überrascht versuchte sie, das kreischende Baby möglichst behutsam in ihren Armen zu halten. »Daniel, hör auf!«
  Michael war zwischen seinen rangelnden Eltern und dem Ungetüm hin und her gerissen, das auf ihrer Garage stand. Er rief seinem Vater etwas zu, doch der reagierte nicht. Augenblicke später war die ganze Familie wieder im Haus. Als die Tür zufiel, erstarb auch der Lärm.
  Ein paar Minuten später hörte Sebastian aber, dass Daniel die Eingangstür erneut öffnete, wahrscheinlich um das Metallrohr hereinzuholen. Der Kerl würde seiner Frau und seinen Kindern damit etwas antun, das wusste der Kater. Er stellte sich vor, wie sie ins Badezimmer gedrängt, und dann das Wasser laufen würde, bis ihr Gezeter aufhörte. Kurz entschlossen sprang er vom Dach und lief auf das Haus zu.
  Gerade als Daniel heraustrat, stand Sebastian vor ihm – aufrecht – und schwang die Waffe herum. Die Angst und Verzweiflung in den Augen des Menschen machten ihn wütend. Erkannte Daniel ihn nicht als Mitglied seiner eigenen Familie wieder? Wusste er nicht mehr, wie der Kater das Haus vor einem Einbrecher verteidigt oder dass er sich gewillt gezeigt hatte, Verantwortung für die Obhut der Kinder zu übernehmen?
  »Hast du vergessen, wer ich bin?«, fragte Sebastian. Wie die Worte in seiner Kehle vibrierten und aus seinem Schlund kamen, fühlte sich sonderbar an. Sie schienen schon immer in ihm gesteckt zu haben, als hätten sie darauf gewartet, geäußert zu werden.

weitere Bestellmöglichkeiten

AmazonThaliaGoogle PlayBücher.deKobo

Kennst du schon …?

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •